Schimmelpilze - Hausfäulepilze - Bauholzpilze

Hausfäulepilze allgemein 

Als Hausfäulepilze bezeichnet man eine bestimmte Gruppe von Pilzen, die in Gebäuden vorkommen und Fäule im Holz hervorrufen. Über 65 verschiedene Basidiomyceten wurden bislang in Gebäuden nachgewiesen. Mit dem Befall geht eine Zerstörung des Holzes einher, die mechanischen Eigenschaften des Holzes werden gemindert. Häusfäulepilze bilden Fruchtkörper (Bildung sexueller Sporen), Substratmycel (Verankerung und Versorgung mit Nährstoffen) und Oberflächenmycel (Ausbreitung, Transport und Speicherung von Nährstoffen). Werden in einem Gebäude Fruchtkörper des Hausfäulepilzes entdeckt, so signalisiert dies einen fortgeschrittenen Holzbefall. Umgehende Sanierungsmaßnahmen sind erforderlich. Alle holzzerstörenden Pilze sind in ihrem Wachstum auf Holz angewiesen. Neben Holz werden auch Holzwerkstoffe, Baumwolle, Pappe und Papier besiedelt und abgebaut. Dies können z.B. Akten, Bücher, Matratzen, Leinwände, Teerpappe oder Schuhe aus Naturmaterialien sein. Diesen Gegenständen gemeinsam ist die enthaltene Cellulose, von der sich holzzerstörende Pilze hauptsächlich ernähren (Huckfeldt/Schmidt, 2006)

Molekularbiologische Bestimmung von Hausfäulepilzen (Bauholzpilzen)

Hat sich der Hausfäulepilz in einem  Gebäude  ausgebreitet, so ist zur Einschätzung des Schadensausmaßes und zur Beurteilung der Sanierung eine exakte Pilzartdiagnose erforderlich. Zur Charakterisierung der Hausfäulepilze dienten bisher die klassischen Methoden der makro- und mikroskopischen Pilzbestimmung. Fehlerquellen sind bei dieser Methode nicht auszuschließen. Seit den 80er Jahren werden molekulare Techniken zur Bestimmung von Holzpilzen erarbeitet. rDNA-Sequenzen der häufigsten Arten sind seit einigen Jahren in einer ständig aktualisierten Datenbank abrufbar.  Hausfäulepilze können heute mittels DNA-Sequenzanalyse sicher und eindeutig bestimmt werden.


Beispiel aus unserer Praxis

Oligoporus placentis (rosafarbener Saftporling)